MANCHE MÖGEN´S HEISS!

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Liebe Fischerfreunde,
gerade als ich diese Zeilen schrieb, hatten wir den heißesten Juni seit es Aufzeichnungen gibt hinter uns gebracht. Rekordwerte von bis zu 40 Grad im Schatten trieben uns den Schweiß auf die Stirn und auch die Voraussagen für den ganzen Sommer lassen wieder Schlimmes erahnen. Vergessen ist bereits der ebenfalls rekordverdächtig verregnete Mai und Befürchtungen vor dem nächsten trockenen Sommer mit ausgedörrten Bächen bereiten mir Sorgenfalten. Ich selber bin ja eher ein Sommer-Sonnenmensch als der Schijodler, aber bei über 30 Grad ist es bei mir aus mit lustig. Angeln ist auch nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend/nachts erträglich, obwohl es Fischarten gibt, die bei Hitze so richtig Spaß haben können. Da gibt es zum einen die Zander, die oft bei sengender Mittagshitze so richtig Hunger bekommen oder auch Aal sowie Wels können bei Hitzewellen Sternstunden bereiten. Ein Fisch liebt aber die Sonne besonders und zwar der Amur- oder Graskarpfen. Vielleicht, weil er aus dem asiatischen Fluss Amur stammt, wo auch hohe Temperaturen herrschen und seine Nahrung bei dieser Witterung im Wasser besonders gut gedeiht. Wie auch immer lassen sich nach meiner eigenen langjährigen Erfahrung die schuppigen Torpedos in den Monaten Juli und August am besten fangen. In meiner Epoche (17 Jahre lang) am Linzer Pichlingersee erlebte ich mit den Grasern so manches Highlight. Besonders gerne erinnere ich mich an einen sehr heißen, schwülen Sommertag im August an dem ich mit meinem Schwager Ludwig sage und schreibe 12 Stück über einen Meter lange Amurkarpfen in wenigen Stunden fangen konnte! Wir fingen die grasenden „Fischkühe“ neben den noch zahlreich plantschenden Badegästen. Diese störten die gierig fressenden Fische nicht im geringsten. Da der Amur zu meinen Lieblingen zählt, freut es mich besonders, ihm heute die Coverstory zu widmen. Also immer cool bleiben und genügend eisgekühlte „Biertschis“ zum Angeln mitnehmen!

Petri Heil wünscht

Michael Plakolb

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