JAHRESINVENTUR

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Liebe Fischerfreunde,
während ich dieses Editorial schreibe – es ist der 10. November 2018 – herrschen draußen spätsommerliche Temperaturen von 22 Grad, die kaum auf die bevorstehende Advent- und Winterzeit schließen lassen. In einer Woche wird aber dennoch bei uns in Linz der Christkindlmarkt eröffnet werden, ein Zeichen für mich, dass das Jahr wieder rasch dem Ende zugeht. Vielleicht wird es dann auch wirklich winterlich und das Punschstandl eher von Interesse sein als heute noch der Schanigarten mit einer kühlen Blonden. In den nächsten Tagen wandern meine Angelgeräte in den wohlverdienten Winterschlaf und es beginnen Wochen der Neuaufrüstung und Wartung. Die letzten Tage des Jahres werden traditionell bei mir für eine physische und mentale Inventur genutzt. Physisch, um die in der neuen Angelsaison benötigten Materialien wieder auffüllen zu können. Das laufende Angeljahr hat doch auch einiges an Verschleiß gebracht und wird die Angelgerätehändler besonders innig freuen. Abgerissene Bleie, Stoppel, Haken und Kunstköder gilt es wieder zu besorgen, alte Schnüre müssen ersetzt und aufgespult werden und die eine oder andere Rolle, die sich nach kräfteraubenden Drills verschlissen hat, muss durch eine neue ersetzt werden. Mental, um die Angelsaison Revue passieren zu lassen und vor allem natürlich, wie es meinem „Projekt“ Fangfrisch ergangen ist. Im ersten Fall, naja, da gibt es viel Potential nach oben Im zweiten Fall herrscht Optimismus. Das Magazin hat sich nach 12 Ausgaben und 2 Jahren etabliert und ist in der deutschsprachigen Anglerszene ein Begriff. Zufrieden darf man aber nie sein, denn das würde die Gefahr von Stillstand bedeuten und das möchte ich auf keinen Fall! Einige Berichte in der heutigen Ausgabe haben auch mit dem Begriff „Inventur“ zu tun. Ich durfte zum Beispiel Zeuge einer Bestandsaufnahme im kleinen Kamp sein. Die Bilanz dieser Zählung war sehr eindrucksvoll. Schwer beeindruckt war ich auch von der Fingerfertigkeit von Karl Flick, einem der besten Fliegenbinder unseres Landes. Auch er macht eine jährliche Bestandsaufnahme seiner Kunstinsekten und bindet emsig, um seine leeren Boxen für die kommende Fliegenfischersaison wieder prall zu füllen. Nun möchte ich euch aber nicht mehr zu viel verraten, lest selber.

Ich wünsche euch und euren Familien eine besinnliche Zeit und vor allem ein gutes neues Jahr 2019 mit viel Glück, Gesundheit und vielen erfolgreichen Stunden am Wasser!

Michael Plakolb

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