EXPERIMENTIEREN LOHNT SICH!

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Liebe Fischerfreunde,

Anglermagazine wie das unsere leben unter anderem davon euch Neuheiten bei Angelmethoden und Ködern aufzuzeigen. Wie in allen Lebensbereichen lernt man auch beim Angeln lebenslänglich und immer wieder gerne dazu. Es sind vor allem jene Kollegen unter uns, die gewohnte Wege verlassen, um Neues zu testen, auszuprobieren und uns dann an ihren errungenen Kenntnissen teilhaben lassen. Diese Angler haben zum Teil revolutionäre Methoden entwickelt, wie zum Beispiel die Haarmethode beim Karpfenangeln, von welcher ihr auch in dieser Ausgabe lesen werdet. Ich selber zähle mich nicht zu diesen Pionieren, sondern eher zu den nachahmenden Nutznießern. Dazu bin ich leider viel zu faul und feige. Ich gehöre auch sicherlich eher zur Gattung jener Angler, die bei den ersten Misserfolgen rasch wieder zu den fangbewährten Dingen zurückkehrt. So wie es meine „Lieblingsangeln“ gibt, die ich schon mehrere Male mit neuen Rutenringen (weil abgebogen oder –gebrochen) bestücken ließ und von denen ich mich einfach nicht trennen kann, so ist es auch bei den Ködern. Beißt auf den neuen „Wunderköder“ kein Fisch in kurzer Zeit, wird sofort wieder auf das alte bewährte Zeugs umgesattelt. Ich gebe dem „Neuen“ aber sicherlich nicht die nötige Zeit und eine Chance… Dass es aber durchaus Sinn macht mutig nach vorne zu schreiten, zeigte mir dieser Tage mein eigener Sohn Gregor auf. Mutti hatte das Hochbeet umgepflügt, um es mit gesundem Gemüse zu bepflanzen und dabei eine Menge fetter weißer Maikäferengerlinge gefunden. Sie sammelte sie sorgsam in einem Kübel ein und als treusorgende Chefin eines Anglerhaushalts bot sie uns natürlich die grausigen Dinger als Köder an. Ich lehnte dankbar ab – „Diese ekeligen Viecher frisst doch kein Fisch!“ Nicht so Gregor, der sofort auf den Zug aufsprang, mit dem Moperl zu unserem wohnnahen Fluss zum Angeln fuhr und die neuen Leckerbissen am Stoppel anbot. Kurze Zeit später bekam ich das erste Fangfoto von ihm auf Whatsapp – ein schöner Barsch hatte sich die Larve einverleibt. Auch in den darauffolgenden Tagen konnte der Junior viele Barsche mit dem neuen Topköder überlisten, darunter sein personal best mit einem 40 cm Exemplar!

In diesem Sinne – immer mit Mut zu Neuem ans Wasser!

Petri Heil wünscht
Michael Plakolb

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