DER APFEL FÄLLT NICHT WEIT VOM STAMM

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Liebe Fischerfreunde,
mit sehr großer Freude stelle ich fest, dass unser geliebtes Hobby immer mehr Kinder und Jugendliche in den Bann zieht und sie von den technischen „Belustigungsgeräten“ weg in die Natur lockt. Als Vortragender bei den Unterweisungen zur Fischerprüfung in Oberösterreich erkenne ich schon seit längerer Zeit diesen positiven Trend. Bekräftigt wird diese schöne Tendenz auch durch Gespräche mit Angelgerätehändlern, die verstärkt feststellen, dass Väter mit ihren Kindern kommen und zusammen Angelgeräte kaufen. Das gemeinsame Erlebnis und Abenteuer in der Natur findet immer mehr Anhänger. Bei Anglern ist es natürlich vorbestimmt seine Kinder schon in frühen Jahren mit ans Wasser zu nehmen. Der erste alleine gefangene Fisch bleibt unvergesslich. Bei mir war es nicht anders und meine drei Kinder gingen schon als kleine Knirpse mit zum Fischen. Würmer, Maden und Fische anzugreifen war für sie von Beginn an ganz normal. Heute ist meine Tochter 20 und studiert. Bei ihr ist zwar der Funke nicht ganz übergesprungen, sie geht aber auch heute noch gerne mit ans Wasser. Ganz anders bei meinem älteren Sohn Gregor. Der ist ein Vollblut-Angler und er spiegelt mir meine eigene „Sturm- und Drangzeit“ wider. Ihn gilt es sogar zu bremsen, denn neben Angeln gibt es ja auch noch ein wenig Schule :-). Mein kleinerer Junge Patrick ist zwar eher mit dem Fußball verbunden, drängt aber auch immer mehr zum Fischen. Gelockt natürlich auch von den vielen Angelreisen an die schönen Gewässer Österreichs und der Nachbarländer, die ansonsten nur der ältere Bruder genießen würde. So ziehen wir fast immer zu dritt los und machen See, Teich und Fluss unsicher. Nachdem die beiden auch wesentlich „hübscher“ anzusehen sind als ich, werdet ihr sie in einigen Berichten als meine „Models“ wiederfinden. In dieser Ausgabe sogar vermehrt durch die vielen gemeinsamen Sommerurlaube. Gregor hat zudem eine Action-Cam bekommen und versucht sich nun auch als Filmer. Den einen oder anderen Trailer von unseren Erlebnissen werden wir euch somit auch im laufenden Bild präsentieren. Bei so viel jugendlichem Spirit ist mir auch nicht bange um unser Hobby. Im Gegensatz zu anderen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Jägerschaft, wo wegen zunehmender Überalterung gejammert wird, gestaltet sich unsere Freizeitbeschäftigung weitaus weiblicher und jünger.

In diesem Sinne, nehmt eure und andere Kinder oft mit ans Wasser! Petri Heil und viel Spaß mit der Ausgabe Oktober/November wünscht

Michael Plakolb

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